Rassestandard
Nach dem neuen FCI Standard vom 21. Okt. 2009 (folgt in Kürze), ist das Züchten von Merle - Chihuahua nicht zulässig!
Rassebeschreibung durch den FCI
(Datum der Publikation des gültigen Orginalstandardes: 24.03.2004)
WICHTIGE PROPORTIONEN:
Die Körperlänge ist etwas grösser als die Widerristhöhe; gewünscht wird jedoch ein fast quadratischer Körper, speziell bei den Rüden.
Bei den Hündinnen ist wegen der Trächtigkeit ein etwas längerer Körper zulässig.
VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN):
Flink, aufmerksam, lebhaft und sehr mutig.
KOPF:
OBERKOPF:
Schädel:
Schön gerundeter Apfelkopf (ein charakteristisches Merkmal der Rasse).
Exemplare ohne Fontanelle sind vorzüglich, obwohl eine kleine Fontanelle zugelassen ist.
Stop:
Sehr ausgeprägt, tief und breit, da die Stirne über den Ansatz des Fangs gewölbt ist.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Mäßig kurz, geringfügig aufgeworfen; jede Farbe ist zulässig.
Fang: Kurz, von der Seite gesehen gerade, am Ansatz breit, sich gegen die Spitze hin verjüngend.
Lefzen: Trocken und gut anliegend.
Wangen: Wenig entwickelt und sehr trocken.
Kiefer/Zähne:Scherengebiß oder Zangengebiß. Vorbiß und Rückbiß sowie jede andere
Stellungsanomalie der Ober- oder Unterkiefer sind streng zu bestrafen.
Augen: Groß und von rundlicher Form, sehr ausdrucksvoll, nicht hervorquellend, vollkommen dunkel gefärbt.
Helle Augen sind zulässig, aber nicht erwünscht.
Ohren: Groß, aufgerichtet, entfaltet und ausführlich geöffnet; breit an ihrem Ansatz,
sich gegen die leicht abgerundete Spitze allmählich verjüngend. In der Ruhestellung sind sie
seitlich in einem Winkel von 45° geneigt.
HALS:
Obere Linie: Leicht gewölbt.
Länge: Mittellang.
Form: Dicker bei den Rüden als bei den Hündinnen.
Haut: Ohne Wamme; bei der langhaarigen Varietät ist das Vorhandensein einer Halskrause mit längerem
Haar höchst erwünscht.
KÖRPER:
Kompakt und gut gebaut.
Obere Profillinie: Gerade.
Widerrist: Wenig ausgeprägt.
Rücken: Kurz und fest.
Lenden: Stark muskulös.
Kruppe: Breit und stark, fast flach oder leicht geneigt.
Brust: Brustkorb breit und tief, Rippen gut gewölbt; von vorne gesehen geräumig, aber nicht
übertrieben; von der Seite gesehen, bis zu den Ellenbogen reichend; nicht faßförmig.
Untere Profillinie und Bauch: Durch einen deutlich aufgezogenen Bauch gebildet. Ein schlaffer Bauch ist
zulässig, aber nicht erwünscht.
RUTE:
Hoch angesetzt und von mäßiger Länge; am Ansatz breit, sich gegen die Spitze zu allmählich
verjüngend, flach aussehend. Die Tragart der Rute ist ein wichtiges charakteristisches Merkmal der Rasse,
bei Bewegung befindet sie sich entweder hoch im Bogen erhoben getragen, oder halbkreisförmig gerundet mit
gegen die Lendengegend gerichteter Spitze, was dem Körper Ausgewogenheit verleiht, niemals zwischen den
Läufen oder unterhalb der Oberlinie aufgerollt. Die Behaarung ist entsprechend der Haar-Varietät dem
Haarkleid des übrigen Körpers angepaßt. Bei der langhaarigen Varietät bildet das Haar
Federn. In der Ruhestellung ist die Rute hängend und bildet einen leichten Haken.
GLIEDMASSEN:
VORDERHAND: Vorderläufe gerade und von guter Länge; von vorne gesehen bilden sie mit dem Ellenbogen
eine gerade Linie; von der Seite gesehen stehen sie senkrecht.
Schultern: Trocken und wenig bemuskelt; die Winkelung zwischen Schulterblatt und Oberarm ist angemessen.
Ellenbogen: Fest und eng am Körper anliegend, was eine freie Bewegung der Vorderhand gewährt.
Vordermittelfuß: Leicht schräg gestellt, kräftig und biegsam.
HINTERHAND: Gut bemuskelt, mit langen Knochen, senkrecht und zu einander parallel, mit guten Winkelungen am
Hüftgelenk, am Knie und am Sprunggelenk, in Übereinstimmung mit den Winkelungen der Vorderhand.
Hintermittelfuß: Kurz, mit gut ausgebildeten Achillessehnen; von hinten betrachtet sind sie gerade und
senkrecht gestellt.
PFOTEN: Sehr klein und oval, mit gut auseinanderstehenden, aber nicht gespreizten Zehen (weder Hasenpfoten
noch Katzenpfoten); die Krallen sind besonders gut gewölbt und mässig lang; die Ballen sind gut
entwickelt und sehr elastisch; Afterkrallen müssen entfernt sein, außer in Ländern wo das Kupieren
gesetzlich verboten ist.
GANGWERK:
Der Schritt ist lang und elastisch, energisch und aktiv, mit gutem Vortritt der Vorderhand und gutem Schub der
Hinterhand. Von hinten gesehen sollen sich die Hinterläufe zu einander fast parallel bewegen,so daß
die Fußspuren der Hinterpfoten genau in diejenigen der Vorderpfoten zu liegen kommen. Mit zunehmender
Geschwindigkeit zeigen die Gliedmassen die Tendenz, in Richtung der zentralen Schwerpunktslinie zu
konvergieren (single track). Dabei bleibt der Bewegungsablauf frei und elastisch, ohne sichtbare Anstrengung,
der Kopf erhoben und der Rücken fest.
HAUT:
Glatt und elastisch auf der ganzen Körperoberfläche.
HAARKLEID:
HAAR: In dieser Rasse existieren zwei Haar-Varietäten.
Varietät Kurzhaar: Das Haar ist kurz und am ganzen Körper gut anliegen; wenn Unterwolle vorhanden
ist, ist das Haar etwas länger; leichtes Haar an der Kehle und am Bauch ist zulässig; das Haar ist
etwas länger am Hals und an der Rute, kurz im Gesicht und an den Ohren. Es ist glänzend und seine
Beschaffenheit ist weich. Haarlose Hunde werden nicht geduldet.
Varietät Langhaar: Das Haar soll fein und seidig sein, schlicht oder leicht gewellt; eine nicht zu dichte
Unterwolle ist erwünscht. Das Haar ist länger und bildet Federn an den Ohren, am Hals, an der
Hinterseite der vorderen und hinteren Extremitäten, an den Pfoten und an der Rute. Hunde mit langem und
aufgebauschtem Haar wie ein Malteser werden nicht akzeptiert.
FARBE: Alle Farben in allen möglichen Schattierungen und Kombinationen sind zulässig.
GEWICHT:
Bei dieser Rasse wird nur das Gewicht in Betracht gezogen, nicht die Grösse.
Gewicht: Ideal Gewicht zwischen 1,5 und 3 Kg. Trotzdem werden Hunde zwischen 500 gr. und 1,5 Kg akzeptiert.
Exemplare über 3 Kg werden ausgeschlossen.
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